Heidegger’s “Sein und Zeit” with Husserls annotations

Husserl’s copy of Heidegger’s “Sein und Zeit”:

For those who are interested in a transcription of Husserl‘s annotations on this page 34 and 35 of „Sein und Zeit“):

p. 34

blue pencil below: „Aber Phänomenologie als universale Wissenschaft von den Phänomenen überhaupt.“

black pencil: „Nimmt man Phänomen als Erscheinung-von, so ist die universale Wissenschaft von den Erscheinungen, die notwendig universale von dem Erscheinenden als solchen wird, zugleich äquivalent mit Phänomenologie im anderen Sinn, oder, was gleichkommt, Ontologie (da Heidegger Phänomen “positiv” definiert <S .> 31).“

p. 35

above: „Gleichwohl, das ist nicht zureichend.“

below: „Das Sein? Vergessen“/ „Notabene Phänomen 63“/ „So sage ich auch, aber in einem ganz anderen Sinn.“

(see: “Randbemerkungen Husserls zu Heideggers Sein und Zeit und Kant und das Problem der Metaphysik (herausgegeben von Roland Breeur), in: Husserl Studies 11/1–2 (1994), S. 3–63).

 

Husserl’s annotations in Dedekind’s famous “Was sind und was sollen die Zahlen?” (1887)

Husserl’s annotations in Dedekind’s famous “Was sind und was sollen die Zahlen?” (1887)?

See for example, p. 20:

“1 0 = N heißt nichts anderes, als daß es keine Teilketten von N gibt, die 1 als Teil enthalten, denn 1 0 ist ja nach Definition der größte gemeinsame Teil aller Ketten in N, die 1 enthalten. Der größte gemeinsame Teil aller Teile soll das Ganze sein, also kann das Ganze keine Ketten als Teile enthalten. Warum also die Definition in so unklarer Form? Erst im Satz 79 wird dies ausgesprochen!“

 

 

 

Husserl’s copy of Charles Sanders Peirce’s “Studies in Logic”

Charles Sanders Peirce’s dedication in his book “Studies in Logic”, which he sent to Husserl.

See additional: Husserl’s unpublished excerpts from Peirce’s “On the Algebra of Logic: A Contribution to the Philosophy of Notation” (1885):

[K I 38/2b] “Sie denote das Ding, aber describe es nicht. XXX die der Geometer beim Dreieck macht. Indices in der XXX unterscheiden zwei Werte, ohne zu sagen, welches diese Werte sind.
Der 3te Fall ist der, in welchem die duale Relation zwischen Zeichen und Objekt degenerate ist und in einer bloßen Ähnlichkeit zwischen beiden besteht. Ähnliches als Zeichen für Ähnliches: icon.

Diagrams der Geometer. In der Tat eine Figur, sofern sie eine allgemeine Bedeutung hat, ist kein reines icon; aber im allgemeinen Lauf des Denkens vergessen wir die Abstraktion in großem Maß und die Figur ist für uns das Ding selbst.

In einem perfect system von log<ischer> notation müssen Zeichen aller dieser 3 Gattungen angewandt werden.

Ohne tokens gäbe es keine Allgemeinheit in den Aufstellungen.”

 

 

 

 

 

 

Frege’s dedication to Husserl in his copy of “Über die Grundlagen der Geometrie” (1903)

Frege’s dedication to Husserl in his copy of “Über die Grundlagen der Geometrie” (1903):

“Herrn Prof. Dr. Husserl hochachtungsvoll überreicht vom Verfasser.”

Husserl:
“Ich habe G. Frege nie persönlich kennengelernt u. erinnere mich nicht mehr an den Anlass dieser Correspondenz <mit ihm>. Er galt damals allgemein als ein scharfsinniger, aber weder als Mathematiker noch als Philosoph fruchtbringender Sonderling.” (Husserl an Scholz, 19. II. 1936)

<“I have never met G. Frege personally and I do not recall any longer the origin of this correspondence <with him>. He was at that time generally considered as a very ingenious, yet odd character, neither mathematically nor philosophically fruitful.”>

See the Boyce Gibson diary from 1928 (June 24): “The ‘Philosophie der Arithmetic’ was once declared ‘out of print’ or practically so. Owing to publishers having been changed twice, a case of copies of this book was overlooked and redisovered. It has not yet been exhausted. When it first came out it was warmly welcomed by Windelband, Riehl. Sigwart, Rickert etc., – only one strong antagonist: Frege of Jena. Husserl remarked that Frege’s criticism was the only one he was really grateful for. It hit the nail on the head.” (p. 66; Frege’s review appeared in “Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik” (1894), 313-322.)

Husserl and Leibniz

portrait_of_gottfried LeibnizLeibniz - BQ 250-2u3_0001

 

Here are a few annotations which Husserl made in his copy of Leibniz’ “Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand” (1873). What follows is a rough transcription of the passage at the bottom of page 40:

“Also nach Leibniz sind die vérités nécessaires = kategoriale Wahrheiten + räumlich‑zeitliche Wahrheiten, die vérités de fait = sinnliche. Theoretische Wahrheiten a priori (angeboren) = notwendige Wahrheiten, 67. Definiert werden die notwendigen Wahrheiten nicht durch die Angeborenheit, 54.”

facebook - BQ 250-40u41_0001a

Kaufmann’s notes from Heidegger’s lecture “Einleitung in die Phänomenologie der Religion WS 1920/21”

Heidegger’s lecture “Einleitung in die Phänomenologie der Religion WS 1920/21” (which is published in GA 60) was attended by Fritz Kaufmann. His lecture notes (which are housed in the Husserl-Archives) are written in “Gabelsberger Stenographie”. The editors of GA 60 could not use Kaufmann’s notes because they are still not transcribed.

What follows is an example of Kaufmann’s notes and the reference to Heidegger’s lecture “Einleitung in die Phänomenologie der Religion WS 1920/21”.

(see Phaenomenologica 184: SYLVAIN CAMILLERI “PHÉNOMÉNOLOGIE DE LA RELIGION ET HERMÉNEUTIQUE THÉOLOGIQUE DANS LA PENSÉE DU JEUNE HEIDEGGER”)

 

 

Pages from Heidegger - GA 60 - EINLEITUNG-IN-DIE-PHAffffNOMENOLOGIE-DER-RELIGION-2blog - Kaufmann Heidegger

Husserl’s unpublished notes (excerpts) about Moritz Schlick

Husserl made few excerpts from Moritz Schlick’s “Die philosophische Bedeutung des Relativitätsprinzips” (1915). This article is not in Husserl’s private library but Schlick’s book “Raum und Zeit in der gegenwärtigen Physik: zur Einführung in das Verständnis der Relativitäts- und Graviationstheorie” (1919). – What follows is the transcription of a short passage of the Husserl manuscript page K I 26/105a (see the picture):

“M. Schlick, ‘Die philosophische Bedeutung des Relativitätsprinzips’, Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik 159 (S. 132 ff.).

133. Das Prinzip läßt sich kurz etwa so aussprechen:

Alle geradlinigen und gleichförmigen Bewegungen, von denen in den Naturgesetzen die Rede ist, sind relativ. Anders ausgedrückt: Es ist durch keine Erfahrung möglich, absolute geradlinig gleichförmige Bewegungen in der Natur festzustellen.”

facebook - Schlick K I 26-105a_0001a